Die Richtige Pflege
für dein Piercing.
Ist dein Piercing noch frisch und befindet sich in der Abheilungsphase, gibt es ein paar Pflegetipps, die die Heilung beschleunigen und dabei helfen, das Komplikationsrisiko zu verringern:
- Wasche deine Hände gründlich und desinfiziere sie, bevor du dein neues Piercing berührst.
- Reinige dein Piercing mehrfach täglich und verwende dafür bitte keine aggressiven Reinigungsmittel oder harsche Alkohollösungen!
- Vermeide es, dein Piercing unnötig zu berühren oder zu drehen.
- Wechsle deinen Piercing-Schmuck erst, nachdem die Wunde vollständig verheilt ist.
- Vermeide Kontakt mit Poolwasser, Meerwasser oder anderen potenziell schmutzigen Gewässern.
- Vermeide mit einer frischen Piercingwunde Vollbäder und Saunagänge, da diese die Wunde aufweichen lassen und Hitze und Schweiß den Heilungsprozess verzögern können.
- Schütze dein Piercing vor Verletzungen oder Reibung durch enge Kleidung oder Gegenstände.
- Verwende regelmäßig bis zur Abheilung Prontolind-Spray oder Octenisept zum säubern
der Piercing Stelle
- Piercing - Pflege hier erhältlich-
Doch nicht nur frisch gestochene Piercings benötigen regelmäßige Pflege. Piercing Körperschmuck sollte ein Leben lang gepflegt und regelmäßig gesäubert werden.
Ist der Piercing-Kanal nach dem Stechen abgeheilt, verringert sich das Entzündungsrisiko zwar erheblich, auf eine gute Hygiene solltest du trotzdem achten.
Auch Hautschüppchen, Schweiß- und Schmutzrückstände sammeln sich mit der Zeit hinter deinen Piercing-Steckern, deshalb sollten diese regelmäßig gereinigt werden.
Bauchnabelpiercing Pflege
Ein Bauchnabelpiercing kommt wohl nie aus der Mode und ist, gerade bei Frauen, eines der beliebtesten Piercings. Im Alltag ist es jedoch durch die Kleidung viel Reibung ausgesetzt, weshalb es an dieser Stelle leider schnell zu Entzündungen kommen kann.
Auch die Heilung eines Nabelpiercings nimmt eine längere Zeit in Anspruch. In der Regel braucht es 4-6 Monate und bei höherer Belastung auch bis zu einem Jahr, bis das Belly Piercing komplett verheilt ist. Deshalb ist bei einem Bauchnabelpiercing eine sorgfältige Hygiene das A und O.
Verzichte gerade in der ersten Zeit zudem auf High-Waist Jeans und enge Gürtel, damit die Wunde nicht unnötig gereizt wird. Da sich je nach Tiefe des Bauchnabels schnell Bakterien ansammeln, ist auch eine gute Körperhygiene unverzichtbar, um Komplikationen mit dem Bauchnabelpiercing zu vermeiden.
Lippenpiercing Pflege
Piercings in der Mundregion, wie beispielsweise das
- Labret-
- Medusa-
- Madonna-
- oder Ashley-Piercing, erfordern eine besondere Aufmerksamkeit.
Durch Kontakt mit Nahrungsmitteln, Getränken, besonders Nikotin und den natürlichen Bakterien im Mund ist bei Lippenpiercings das generelle Infektionsrisiko erhöht.
Für die vollständige Heilung eines Lippenpiercings solltest du ungefähr vier bis acht Wochen einplanen. Von Alkohol und Tabak solltest du in den ersten 24 Stunden möglichst die Finger lassen.
Auch auf das Küssen (und andere Intimitäten ;)) sollte aufgrund des Infektionsrisikos in den ersten 72 Stunden verzichtet werden. Vermeide außerdem in dieser Zeit schweißtreibenden Sport und Schwimmbadbesuche.
Augenbrauen und Ohrenpiercing Pflege
Die Heilungsdauer eines Augenbrauen oder Ohrenpiercings variiert und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der individuellen Gesundheit, der Piercing-Pflege und dem verwendeten Schmuck. In der Regel dauert es etwa 6-8 Wochen, bis das Augenbrauenpiercing vollständig verheilt ist.
Um eine reibungslose Heilung zu gewährleisten, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.
- In den ersten 3-4 Tagen solltest du vermeiden, Make-up, Cremes oder andere Substanzen in den frisch gestochenen Piercing-Kanal gelangen zu lassen.
- Außerdem solltest du, um Verletzungen zu vermeiden, mit deinem Augenbrauen oder Ohrenpiercing besonders vorsichtig sein.
- Beim Wechseln der Kleidung oder beim Berühren des Gesichts oder Ohren kann es sonst schnell passieren, dass du mit dem Piercing hängen bleibst und dich verletzt.
Diese Fehler solltest Du bei der Piercing Pflege vermeiden
Bei der Pflege deines Piercing Körperschmucks gibt es einige Fallstricke und Fehler, die die Heilung deines Piercings erschweren können und im Worst Case sogar Entzündungen verursachen können. Deshalb solltest du diese Pflegefehler unbedingt vermeiden:
- Berühren des Piercings mit schmutzigen Händen: Wenn du das Piercing berührst, können Bakterien und Keime von deinen Händen auf das Piercing übertragen werden, was zu Infektionen führen kann. Vermeide es daher, das Piercing mit schmutzigen Händen zu berühren.
- Verwenden von ungeeigneten Reinigungs oder Pflegemitteln: Einige Mittel zur Pflege und Reinigung können das Piercing reizen oder austrocknen. Alkohol und Peroxid zum Beispiel können das Piercing austrocknen und die Haut reizen, was den Heilungsprozess verzögern kann.
- Verwende daher immer ein sicheres und hautfreundliches Reinigungs oder Pflegemittel, wie beispielsweise Prontolind, Octenisept oder
die TattooMed Piercing Care Series .
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- Übermäßiges Reinigen: Das Piercing sollte regelmäßig und besonders in der Anfangszeit auch mehrmals täglich gereinigt werden, aber ein übermäßiges Reinigen mit exzessivem Herumwischen und Fummeln kann den Heilungsprozess verzögern und das Piercing reizen.
- Halte dich daher an die vom Piercer empfohlene Reinigungsfrequenz und behandle das betroffene Hautareal sorgsam und vorsichtig.
- Tragen von eng anliegender Kleidung: Gerade in der ersten Heilungsphase ist eng anliegende Kleidung purer Stress für dein neues Piercing.
- Trage bevorzugt lockere und atmungsaktive Kleidung und vermeide enge Accessoires wie Gürtel etc. in der Nähe deines Piercings.
- Entfernen des Schmucks vor dem vollständigen Heilen: Das vorzeitige Entfernen des Schmucks kann dazu führen, dass der Stichkanal in der Haut wieder zuwächst oder sich infiziert.
- Nimm die Piercingstecker erst heraus, wenn das Piercing vollständig geheilt ist und der Piercer dies empfiehlt.
- Das Piercing bewegen: Ein Mythos in Sachen Piercingpflege, der sich hartnäckig hält, ist die Empfehlung, das Piercing regelmäßig zu drehen, damit es nicht „festwächst“. Das kann jedoch nicht passieren. Bedingt durch das Wundsekret ist es möglich, dass das Piercing mit der Wunde verklebt.
Durch ein passendes Reinigungspray, welches bis in den Stichkanal vordringt (Prontolind z.b.), lassen sich solche Verklebungen ohne großes Herumdrücken am Piercing von alleine lösen. Wenn man permanent an dem frischen Piercing herumdreht, reizt man die Wunde immer wieder und verzögert damit die Heilung.
Wie lange muss man ein Piercing pflegen?
Die Pflegezeit für ein Piercing hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Art des Piercings, der Platzierung und dem individuellen Heilungsprozess deines Körpers. In der Regel vergehen bis zur vollständigen Heilung eines Piercings jedoch mehrere Wochen bis Monate.
Besonders in den ersten Wochen nach dem Stechen ist es wichtig, dass du das Piercing hygienisch sauber hältst und regelmäßig reinigst, um Infektionen zu vermeiden.
Die genaue Pflegeanleitung kann je nach Piercing variieren, aber im Allgemeinen solltest du das Piercing mehrmals täglich desinfizieren und mit einem empfohlenen Reinigungsmittel reinigen.
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Es ist wichtig, dass du während der gesamten Pflegezeit auf Hygiene achtest und das Piercing nicht ständig berührst oder reizt. Außerdem solltest du auf enganliegende Kleidung oder Accessoires verzichten, die das Piercing reizen oder verletzen könnten.
Bauchnabel- und Zungenpiercings benötigen aufgrund der ständigen Bewegung in der Regel mehr Zeit, um vollständig zu heilen. Hier kann der Heilungsprozess mehrere Monate in Anspruch nehmen. Es ist jedoch wichtig, das Piercing weiterhin zu pflegen, bis es vollständig verheilt ist, um Komplikationen zu vermeiden.